„Hier finden Sie Halt“
+ 100% -

Alkoholkranke

Kennen Sie solche Situationen?

-         „Mein Bekannter ist alkoholabhängig, mehrere Versuche zum Entzug schlugen fehl. Er bekommt sein Leben nicht mehr geregelt. Er verwahrlost, vereinsamt, kommt mit seinem Geld nicht klar, muss wohl bald auf die Straße.“

-         „Opa trinkt oft einen über den Durst, lässt dann keinen mehr an sich heran, wird ungehalten und stellt gefährliche Dinge in seiner Wohnung an.“

-         „Ich betreue meine alkoholkranke Frau. Es wird immer anstrengender. Zu ihrer Erkrankung kommen immer mehr gesundheitliche Probleme. Mein Leben soll aber auch weitergehen, nur was wir aus ihr?“

 

Wir kennen solche Situationen…

und bringen unsere 15-jährige Erfahrung bei der Betreuung alkoholkranker Menschen ein.

-         Wir nehmen den/die Alkoholkranke/n so an wie er/sie ist.

-         Wir geben Hilfestellungen, um mit dem Leben klar zu kommen.

-         Wir geben Struktur.

-         Wir helfen in Krisensituationen.

Wir ermöglichen ein Zuhause, welches auch dann noch eines wird, wenn gesundheitliche Probleme zunehmen.

Unser familiär geführtes Heim sieht auf 10 Jahre Erfahrungen in der Betreuung therapieunwilliger und /oder nicht mehr therapiefähiger Alkoholkranke_r zurück. Unser Anliegen ist es, diese Menschen aufzufangen, sie täglich da abzuholen, wo ihre Krankheit sie zurücklässt, sie im Auf und Ab ihres Alltags zu begleiten und so weit wie möglich vor einer Selbstzerstörung zu beschützen.

Da die Krankheit zunehmend mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen einhergeht, ist der Zeitpunkt einer intensiven pflegerischen Betreuung oft absehbar und unausweichlich. Auch dafür sind in unserem Haus alle Voraussetzungen gegeben.

Wir betreuen in unserem Haus 60 Bewohner_innen. Davon sind 60% nasse Alkoholkranke. Bei 20 % unserer Bewohner_innen spielte die Alkoholkrankheit keine Rolle und 20% haben vergessen getrunken zu haben. In zwei Wohnbereichen, auf 4 Etagen verteilt, werden unsere Bewohner_innen entsprechend ihrem Krankheitsbild betreut. Grundsätzlich unterscheidet sich die Pflege und Betreuung unserer Bewohner_innen nicht von dem anderer Pflegeeinrichtungen, die sich dem ganzheitlichen Pflegeprozess verpflichtet fühlen.

Im Laufe der vergangenen 10 Jahre haben wir jedoch eigene Strategien im Umgang mit alkoholkranken Menschen entwickelt. Die Gründe dafür sind zum einen die Existenz weniger ähnlich orientierter Einrichtungen. Zum anderen beschreibt die Fachliteratur zum Thema Alkoholerkrankung zwar den gesamten Prozess der möglichen Behandlung aber – ein völlig „unbestelltes Feld“ sind Strategien wenn die Krankheit nicht mehr behandelt wird und dies unter den Bedingungen eines Heimes.

Im Pflegeheim B. Effinger leben süchtige und nichtsüchtige alte und kranke Menschen unter einem Dach. Wir sehen darin auch Vorteile:

  • Der Alkoholkranke ist nicht immer betrunken und der„Pegeltrinker“ macht im Verlauf des Tages nicht unbedingt den Eindruck, nicht mehr zugänglich zu sein. Somit können einige unserer Bewohner dazu motiviert werden , einige Stunden ihres Tages gemeinsam mit weniger mobilen Bewohner_innen zu verbringen die ihrer Hilfe bedürfen. Einkäufe  werden so getätigt oder Rollstuhlfahrer bei Ausflügen begleitet.
  • Unsere Bewohner_innen wissen, in Ihrem Zuhause können sie auch dann bleiben, wenn es ihnen einmal schlechter gehen sollte und sie intensive Pflege benötigen.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse, die wir bei der Betreuung von Alkoholkranken im Laufe der letzten Jahre gemacht haben sind, das es verschiedenste feste Strukturen im Tages– Wochen– und Monatsablauf geben muss, das die Bezugspflegekraft einen enormen Stellenwert hat, das die Rolle von Präsenzkräften in Heimen mit Suchtkranken individuell zu definieren ist und das ein einheitliches Vorgehen aller Mitarbeiter, einschließlich der Hauswirtschaftskräfte, entscheidende Punkte für das Erlangen eines wirklichen Miteinanders sind.